Asseltse Seen

Nach gut 40 Jahren Sand- und Kiesgewinnung ist in der Nähe der romantischen kleinen Kirche des Dörfchens Asselt, ein wunderbares wasserreiches Naturschutzgebiet entstanden. Dieses Gebiet ist ca 200 ha groß, ungefähr 150 ha besteht aus Wasser. Die restlichen 50 ha werden zur Naturentwicklung genutzt. Bis ungefähr 1950 lag Asselt an einer Außenkurve der Maas. Dann wurde die Maas begradigt und die Kurve 'abgeschnitten'. Aus diesem abgeschnittenen Maasarm ist genau wie in vielen anderen Gebieten in Midden Limburg ein Seengebiet entstanden.

Im kleinen Maßstab

Die ersten Seen entstanden ab 1960 im nördlichen Teil. Damals wurde noch sehr zögerlich innerhalb des bestehenden Gebietes bis zu einer Tiefe von 5 bis 10 m gegraben. Hierdurch entstand eine Art 'Zifferblattlandschaft': Wasser mit dazwischen Land. Um die Abarbeitung der Ufer kümmerte man sich nicht, dadurch wurden die Ufer sehr steil. Manche dieser Seen wurden 1 – 2 Meter unterhalb des Wasserspiegels wieder aufgefüllt mit Spezies aus der Maas.

Im großen Maßstab

Seit 1980 wurden die Ausgrabungen großräumiger und tiefer, sogar bis zu einer Tiefe von 30 m. Jetzt erhielten die Ufer sehr wohl einen (schmalen) Uferstreifen, hier sollte Natur neu entstehen. Als Kompensation für den Dachs, der in diesem Gebiet häufig vorkommt, wurden im Süden der Asseltse Seen große Gebiete als Weide mit Tümpeln und vielen Holzwällen abgeteilt, ein geeignetes Überlebensgebiet für den Dachs entstand.

Endbearbeitung

2005 fand die letzte Bearbeitung in diesem Gebiet statt. Größere Uferränder wurden mit Buchten und Lagunen angelegt, so das sich hier großräumig eine natürliche Ufervegetation entwickeln konnte. Eine größere Insel ist von den Ausgrabungen verschont geblieben und einige neue Inselchen sind entstanden. Hier können Vögel nun ungestört brüten.
Seitdem nicht mehr ausgebaggert wird, ist das Wasser auch wieder sehr klar. Der örtliche Tauchverein spricht bei gutem Wetter sogar von einer Unterwassersicht von 4 Metern.

Verwaltung

Viele Gebiete rundum der Seen fallen nun unter die Aufsicht der staatlichen Forstverwaltung (Staatsbosbeheer). Neueste Untersuchungen haben gezeigt, das die Naturentwicklung erfolgreich verläuft. In diesem Gebiet befinden sich die meisten Libellenarten an der Maas, und es ist bekannt für seine abwechslungsreiche Flora und Fauna. Insgesamt gesehen also, ein sehr attraktives Gebiet. Haubentaucher, Kormoranen, Schwäne, Gänse , Fischreiher und noch viel mehr Vogelarten kann man hier entdecken, manchmal sogar einen Eisvogel.

E.H.S. und Erholungsgebiet

Die Asseltse Seen gehören als Naturschutzgebiet zum E.H.S. (Europäischen Netz geschützter Gebiete) der Niederlande und sind bestimmt als Lebensraum für Gänse. Außerdem sorgte die Provinz Limburg dafür, das der Biber wiederum seinen Einzug in dieses Seengebiet halten konnte.
Weiterhin eignet sich dieses Gebiet für ruhige Wassersportarten: Segeln, Kanufahren, Rudern, Fischen und Tauchen. In diesen neuen Naturschutzgebieten kann man auch herrlich auf Entdeckungstour gehen, um abseits der festen Wanderwege die Natur neu zu entdecken.

Pferde/Kühe

Es lohnt sich auch die großen Tiere, die Konik Pferden und Galloway Rinder zu beobachten. Ganz besonders dann, wenn es junge Fohlen und Kälber gibt. Der Anblick der Pferde vom Kanu aus, wenn diese im Sommer am Ufer Abkühlung suchen, ist besonders schön. Ich habe auch ab und zu die Pferde von und zur Insel schwimmen sehen. Herrlich!

Die Ufer

Die Naturlandschaft hat sich an manchen Ufern so entwickelt, das es möglich ist, mit dem Kanu unter großen Weiden hindurch zu fahren. Es gibt Buchten an denen Seerosen und gelbe Teichrosen blühen. Tausendschön, Wasserminze und andere Uferpflanzen sorgen für eine attraktive Uferlandschaft.